Konrad Max Kunz: Der Mann, der Bayern vertont hat

Eine kurze Einführung in Leben und Werk

Konrad Max Kunz war kein bedeutender Komponist. Jedenfalls nicht in dem Sinne wie seine Zeitgenossen Brahms oder Wagner bedeutende Komponisten waren. Er reichte auch nur bedingt an die zweite Garde jener Jahre heran, an einen Franz Lachner etwa, den legendären Münchener Generalmusikdirektor, der ihm 1845 den Weg ans Hoftheater geebnet hat, oder einen Joseph Hartmann Stuntz, dessen Kompositionsschüler er gewesen sein dürfte. Wollte man eine dieser unseligen Fußballanalogien bemühen, man müsste Kunz wohl in der dritten Liga verorten – wenn auch mit ganz guten Aufstiegschancen.

Wahrscheinlich ist es nicht besonders klug, einen Text über den Komponisten der Bayernhymne ausgerechnet mit der Feststellung zu beginnen, dass der als Tonsetzer eher drittklassig gewesen sein soll. Und um hier erst gar keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Natürlich verstand Kunz sein Geschäft. Er war ein Könner in Sachen Kontrapunkt, der geschickt das musikalische Erbe bis zurück ins Mittelalter rezipierte und dabei auch noch ein Händchen für eingängige Melodien hatte. Seine Lieder und Chorgesänge erfreuten sich zudem großer Beliebtheit und waren für damalige Verhältnisse erstaunlich weit verbreitet. „Bis den Deutschen daheim, in der Schweiz, in England, Frankreich, Amerika, bis nach Australien sind sie gewandert.“[1]

weiter



[1] Kunz, Konrad Max: Brief an König Ludwig II. vom 3. Dezember 1870, Kopie des Originals im Nachlass von Dr. Georg Klitta, Stadtarchiv Schwandorf

 

Eigene Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!